Förderung von Qualifikation und nachhaltiger Entwicklung durch EU-Ausbildungscampi in Drittländern

Antrag zum Leitantrag Europa:

Hinzufügen eines weiteren Spiegelstrichs nach Zeile 34 mit folgendem Inhalt

  • Einwanderung nach Europa steuern, regeln und legalisieren, um demographischen Arbeitskräftemangel gezielt zu lindern.

Hinzufügen eines weiteren Spiegelstrichs nach Zeile 60:

  • Bündelung der Entwicklungshilferessourcen zur Einrichtung von zertifizierten Ausbildungscampi in ausgewählten Drittländern. In diesen Campi sollen, ausgestattet mit europäischer Infrastruktur, gesichert durch europäische Sicherheitskräfte, in Kooperation mit vergleichbaren Einrichtungen wie dem deutschen Goethe Institut, den IHKen, renommierten Universitäten und Hochschulen anerkannte Ausbildungen und Studiengänge nach europäischen Standards durchgeführt werden. Die Ausbildung zielt nicht nur auf die Emigration in die EU ab, sondern auch die Fachkräfteausbildung vor Ort. Arbeitsvisa für besonders betroffene Sektoren sollen auf jedem Campus, vor Ort, ausgestellt werden können.

Begründung

Die CDU Baden-Württemberg setzt sich nachdrücklich dafür ein, dass die Europäische Union Maßnahmen ergreift, um Qualifikation und nachhaltige Entwicklung weltweit zu fördern. Dazu sollen die bereits geleisteten Anstrengungen zur Entwicklungshilfe gebündelt und noch besser koordiniert werden. Inspiriert von den erfolgreichen Initiativen verschiedener Organisationen, wie zum Beispiel dem Goethe-Institut, dem Europäischen Auswärtigen Dienst, der Bank für Investition und Wiederaufbau, schlagen wir die Einrichtung von zertifizierten Ausbildungscampi in Drittländern vor.

Wir schlagen vor, in ausgewählten Drittländern (etwa: Marokko, Georgien, …) EU-Ausbildungscampi zu schaffen. In diesen Campi können anerkannte Ausbildungen und Studiengänge durchgeführt werden, die den Standards und Qualifikationen der Europäischen Union entsprechen. Diese Einrichtungen sollen einen Raum bieten, in dem Menschen aus Drittländern eine qualitativ hochwertige Ausbildung genießen können.

Zusätzlich ist zu betonen, dass im Rahmen dieser Initiative auch umfassende Evakuationspläne in Verbindung mit militärischer Unterstützung und Sicherheitsmaßnahmen für die Einrichtungen entwickelt und implementiert werden.

Die EU-Ausbildungscampi sollen nicht nur für Bildungszwecke dienen, sondern auch als Knotenpunkte für nachhaltige Entwicklung in den betroffenen Ländern agieren. Wir sehen dies als eine Chance, Wissen und Expertise zu teilen, um Projekte für nachhaltiges Wachstum vor Ort zu unterstützen. Dies fördert nicht nur die Entwicklung der jeweiligen Regionen, sondern stärkt auch die internationale Zusammenarbeit und Partnerschaft. Es reduziert mittel bis langfristig den Druck auf die europäischen Außengrenzen.

Mit dieser Initiative streben wir danach, eine legale und gezielte Einwanderung von gut ausgebildeten Fachkräften in die EU zu erleichtern. Personen, die in den EU-Ausbildungscampi erfolgreich ausgebildet wurden, sollen die Möglichkeit haben, gezielt legal in die EU einzuwandern. Dies kann die Zahl der illegalen Einwanderungen reduzieren, Wachstumspotenziale in den Ländern heben und gleichzeitig den EU-Ländern gut ausgebildete Fachkräfte zuführen.

Von erfolgreich emigrierten und ins Arbeitsleben integrierten Menschen geht auch eine Strahlwirkung für die Zielländer aus. Wir sind überzeugt, dass das Signal, dass Leistung sich lohnt und wer sich anstrengt, es auch schaffen kann Anreize für nicht emigrierte Bevölkerung bietet. Untätigkeit aus Sorge um einen Brain-Drain in Quellländern halten wir daher für fehlgeleitet. Brain Drain Situationen wie in Indien mit hohen Auswanderungsraten hochqualifizierter Arbeitskräften in die USA haben gezeigt, das aus Remigration, DIaspora Netzwerken und die dadurch entstehenden Anreizeffekte sich positive Ergebnisse für Bildungsstand, Wirtschaft und Lebensstandard im Quellland realisieren lassen.

Durch diese Maßnahme können die EU-Länder von einer effektiven Ressourcenallokation profitieren. Die in EU Ausbildungscampi qualifizierten Fachkräfte können gezielt in Branchen eingesetzt werden, in denen ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften herrscht. Dies schafft eine Win-Win-Situation, bei der sowohl die Drittländer als auch die EU-Länder gleichermaßen profitieren.

Die Einrichtung von EU-Ausbildungscampi in Drittländern ist ein wertvoller Schritt in Richtung internationaler Zusammenarbeit und Förderung von Qualifikation und nachhaltiger Entwicklung. Diese Initiative kann als Grundlage für eine fortschrittliche, humanitäre und effiziente Herangehensweise an globale Herausforderungen dienen.

Gekürzte Begründung:

Die CDU Baden-Württemberg befürwortet EU-Maßnahmen zur globalen Qualifikations- und nachhaltigen Entwicklungsförderung. Vorgeschlagen wird die Schaffung von EU-Ausbildungscampi in ausgewählten Drittländern. In diesen Campi sollen anerkannte Ausbildungen und Studiengänge angeboten werden, zusammen mit IHKen, Universitäten und anderen Einrichtungen wie bspw. dem Goethe Institut. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen und Evakuationspläne sollen integriert werden. Die Campi sollen auch als Zentren für nachhaltige Entwicklung dienen, sollen lokale Wachstumsprojekte unterstützen und internationale Kooperation fördern. Ziel ist die Erleichterung legaler, gezielter Einwanderung gut ausgebildeter Fachkräfte in die EU, was die illegale Einwanderung reduziert und den Fachkräftemangel in der EU adressiert. Diese Initiative schafft eine Win-Win-Situation, fördert die effektive Ressourcenallokation und stellt einen wertvollen Schritt zur internationalen Zusammenarbeit und nachhaltigen Entwicklung dar.